Altbau sanieren

Altbausanierung – was ist unerlässlich?

Mit dieser Frage wird der Laie zuerst konfrontiert. Er kann nicht beurteilen, wenn es um Haustechnik, Statik, Energievorschriften und Bauphysik bei dem betroffenen Altbau geht.

Es ist an der Zeit, sich den Rat eines Sachverständigen einzuholen. Ein Architekt, Bauingenieur oder auch ein Bausachverständiger wird zunächst konsutiert. Diese Experten entwickeln dann eine Bauplanung für Renovierungsarbeiten oder Sanierungsarbeiten. Dabei ist darauf zu achten, dass keine Interessenkonflikte entstehen. Die Kostenabschätzung für die Sanierung sollte man nicht unbedingt der Firma, die die Renovierung oder Sanierung ausführen soll, übertragen. Hier sollte man besser eine unabhängige Meinung einholen. Kompetent sind da unabhängige Experten mit Berufserfahrung.

Verordnung vom 24. Oktober 2015

Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz

Das Gesetz wurde am 24. Oktober 2015 verabschiedet.
Ein Teil des Gesetzes zur Asylverfahrensbeschleunigung betrifft auch Änderungen im Bauplanungsrecht. Damit wird die Unterbringung von Flüchtlingen in winterfesten Quartieren beschleunigt. Der Artikel 3 zur Energieeinsparverordnung wurde erweitert durch § 25a „Gebäude für die Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen“. Die Anwendung des § 9 (Begrenzung der Höchstwerte von Wärmedurchgangskoeffizienten bei Außenbauteilen) wird dabei nicht erforderlich, wenn die Mindestwerte an den Wärmeschutz erfüllt sind.

Verkehrssicherungspflicht durch Bauleiter

Ein Architekt, der mit der örtlichen Bauüberwachung beauftragt ist, kann unmittelbar selbst verkehrssicherungspflichtig sein. Das gilt jedenfalls dann, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der ausführende Auftragnehmer diesbezüglich nicht ausreichend sachkundig oder zuverlässig ist, wenn er Gefahrenquellen erkannt hat oder wenn er diese bei gehöriger Sorgfalt hätte erkennen können.

Das hat der Bundesgerichtshof mit einem auch für die Architektenhaftpflichtversicherung wichtigen und kürzlich veröffentlichten Urteil (BGH, 18.11.2014 – VI ZR 47/13) entschieden.

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Asylverfahren Beschleunigungsgesetz

Entwurf einer Verordnung zum Asylverfahren Beschleunigungsgesetz am 29. September 2015 verabschiedet

Die Beratungen sollen Mitte Oktober beendet sein.
Inwieweit wird die EnEV geändert?

Die Sonderregelungen zur Energieeinsparverordnung werden auf Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte im Sinne des Asylgesetzes beschränkt. Hierfür wird eine auf drei Jahre befristete generelle Befreiung von den Anforderungen des § 9 (Änderung der Gebäude, Anbauten und Ausbauten) vorgenommen.
Dies adressiert den wichtigen Praxisfall der Nutzungsänderung, die wegen baulicher Maßnahmen (Änderung, Erweiterung und Ausbau im Sinne des § 9) Pflichten nach der Energieeinsparverordnung auslöst. Der Mindestwärmeschutz nach den anerkannten Regeln der Technik bleibt einzuhalten.

Außerdem wird die Dämmpflicht für oberste Geschossdecken (Nachrüstpflicht) des § 10 Absatz 3 bis zum 31. Dezember 2018 ausgesetzt, wenn das Gebäude als Aufnahmeeinrichtung oder als Gemeinschaftsunterkunft im Sinne des Asylgesetzes dienen soll.

Für sonstige Einzelfälle, in denen auf Grund besonderer Gegebenheiten die Einhaltung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung ein Hemmnis darstellen, wird klargestellt, dass die zuständige Landesbehörde von einer unbilligen Härte (und damit vom Vorliegen der Voraussetzungen für eine Befreiung) ausgehen kann, wenn gebäudebezogene Maßnahmen dazu dienen, Asylsuchende oder Flüchtlinge zügig in einer Aufnahmeeinrichtung oder in einer Gemeinschaftsunterkunft unterzubringen.

Auch die Schaffung von Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften mit Containern soll erleichtert werden. Die bestehende Ausnahmeregelung von derzeit zwei Jahren wird auf Container mit einer geplanten Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren ausgedehnt.

Quelle:EnEV online